Helfer kümmern sich um Jungen

schulbegleitung
Presseservice-Rhein-Main, R. Beutel

Begleitservice: Der sechsjährige Junge ist glücklich, dass er mit den Generationenhelfern
 von der Schule zum Kindergarten gehen kann

Für den sicheren Weg sorgen abwechselnd Robert Rausch, Ingrid Glotzbach, Renate Recke,
Ute und Peter Schmidt (von links).

Mit einem nicht alltäglichen Beispiel macht die Nauheimer Generationenhilfe auf ihre Arbeit aufmerksam:
 Fünf Mitglieder wechseln sich täglich dabei ab, einen sechsjährigen Jungen aus der Vorschule der Grundschule abzuholen
 und auf seinem Weg zur Schulkindbetreuung in der integrativen Kita Neckarstraße zu begleiten.
„Üblich ist doch, dass wir ältere Leute zum Arzt fahren“, betont Vorstandsmitglied Peter Schmidt.
 Dass sich er, seine Frau Ute, Renate Recke, Robert Rausch und Ingrid Glotzbach aber jeden Werktag um den Jungen kümmern,
 sei genauso selbstverständlich, denn das sei genau das, worum es in der Generationenhilfe geht:
Über Altersgrenzen hinweg wird geholfen. „Wir machen das sehr gerne, es macht richtig Freude, dem Kind zu helfen“, versichert das Quintett.
Der Junge, dessen Eltern berufstätig sind, habe eine Behinderung, berichten die ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Generationenhilfe.
 Es sei schwierig und für ihn zudem gefährlich, wenn er den Weg von der Schule zum Kindergarten alleine gehen müsste.
 Er sei im Straßenverkehr unaufmerksam, lasse sich ablenken und warte nicht an einer Kreuzung, wenn ein Auto komme.
Da sei es sicherer, wenn ein Erwachsener ihn begleite.

Am Montag trafen sich die fünf Helfer an der Schule, um den Jungen gemeinsam zu begrüßen.
 Dann übernahm Ingrid Glotzbach die Tagesaufgabe. Seit den Herbstferien wechseln sich die Frauen und Männer ab.
Zuvor haben sie sich mit den Eltern getroffen, die ebenfalls der Generationenhilfe angehören und diese Unterstützung gerne in Anspruch nehmen.
  Es gibt zwei Möglichkeiten, wie sie sich für die Hilfe erkenntlich zeigen können – entweder mit einer Verwaltungsgebühr an die Generationenhilfe
 
oder mit eigenen Hilfsleistungen, wofür sie wiederum andere Dienste beanspruchen können.

Auch in der Schule und in der Kita waren die Generationenhelfer vorstellig. „Das ist doch selbstverständlich.
 Die Lehrer und die Erzieherinnen müssen wissen, wer den Jungen abholt und bringt“, erklärte Schmidt.
Der besondere Begleitservice ist auf unbestimmte Zeit vereinbart. Die freundlichen Erwachsenen wollen sich so lange engagieren,
bis es vertretbar sei, ihren Schützling alleine laufen zu lassen. Das entscheiden dann die Eltern.
 Dem Jungen bereiten seine neuen Freunde sichtlich Spaß: Am Montag nach der Vorschule begrüßte er die Fünf wie alte Bekannte,
 plauderte fröhlich vom Unterricht und erkundigte sich, wer ihn an den anderen Tagen in dieser Woche abhole.
 Dann machte er sich auf den gemeinsamen Weg mit Ingrid Glotzbach.

10. November  www.echo-online.de Rüsselsheimer ECHO

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